Sollte die SpVgg Bayreuth am Sonntag (15 Uhr) beim SC Verl gewinnen, hätte Rot-Weiss Essen nach dem 1:2 bei Dynamo Dresden nur noch vier Punkte Abstand auf den ersten Abstiegsplatz.
Und in der kommenden Woche gegen Waldhof Mannheim (Sonntag, 16. April, 14 Uhr) fehlen auch noch zwei Routiniers gesperrt. Björn Rother sah nach einer Tätlichkeit kurz vor dem Ende die Rote Karte, Felix Herzenbruch holte sich in der 2. Halbzeit seine 5. Gelbe Karte ab.
Beide werden im Heimspiel fehlen, umso wichtiger wäre es, wenn Abwehrchef Felix Bastians nach seinen Adduktorenproblemen wieder zur Verfügung stünde. Auch Felix Götze könnte nach seiner Krankheit bis zum Heimspiel gegen Mannheim ein Kaderkandidat werden.
Das Spiel in Dresden hat gezeigt, was auf Drittliga-Topniveau fehlt, wenn der Gegner einen guten Tag hat und bei RWE wichtige Korsettstangen wegbrechen.
Doch Kaliber wie Dresden warten in den letzten Wochen der Spielzeit nicht mehr auf RWE. Daher sollte der Klassenerhalt da eingetütet werden, vermutlich werden RWE noch sechs bis sieben Zähler fehlen, um in der 3. Liga zu bleiben.
Und da gibt es kaum noch eine Partie, wo RWE nicht punkten könnte. Angefangen bei Waldhof Mannheim, auch wenn die eigentlich aufsteigen wollen. Aber in der Fremde will bei der Mannschaft von Ex-RWE-Trainer Christian Neidhart wenig gelingen. Nur drei Auswärtssiege gab es bisher - in der Auswärtstabelle liegt Mannheim mit elf Zählern auf Rang 17.
Danach geht es gegen vier Teams aus dem Keller und gegen zwei Mannschaften, für die um nichts mehr geht. Bedeutet: Hier sollten die Essener die Punkte für den Klassenerhalt holen, besonders vor heimischer Kulisse gegen Mannheim, Oldenburg, 1860 München und den SV Verl.
Denn die Hafenstraße mit der großen Kulisse im Rücken ist in dieser Saison ein positiver Faktor - das war auch schon mal anders.